Wir haben allerbestes Wetter, aber leider sehr viel mehr Wind als angesagt. An Paddeln ist heute nicht zu denken.Alternativ versuche ich ein paar Würfe von Land aus. Aber außer einigen kleinen Makrelen bleibt nichts hängen.Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken im örtlichen „Café au Kle“ wollen wir unsere Reise fortsetzen. Vorher möchten wir aber noch erfahren, warum wir auf unserer gestrigen Abendtour keine Schweinswale gesehen haben. Die Betreiberin des Cafés versicherte uns, dass sie auf jeden Fall noch da, aber aufgrund der Wellen schwer zu sehen sind. Noch gestern hatte sie vier Schweinswale am Café vorbei schwimmen sehen.Die Fahrt durch die Fjordlandschaft macht bei so schönem Wetter besonders viel Spaß. Hier sind wir in Kjølsdalen am Nordfjord.Von Lote setzen wir nach Anda über.Der See Breimsvatnet mit dem Berg SkjortaIm Zentrum der Ortschaft Byrkjelo befindet sich der Skulpturenpark Gloppen, eine farbenfrohe und humorvolle Attraktion vom Künstler Stig Eikaas.Der Breimsvegen (Teil der E39) verläuft entlang des Votedalselva …… durch das enge Tal zwischen Daurmål und Eggjenibba.Hier sind ein paar Eindrücke von der Berglandschaft in der Nähe des Gletschers Jostedalsbreen.In Bøyum angekommen, haben wir vom Campingplatz aus einen tollen Blick auf den Gletscher. Wir hoffen nun, dass der Wind weiter nachlässt und wir morgen auf dem Fjærlandsfjord paddeln können. 🛶
Nach zwei Übernachtungen im Herøy Kystcamp brechen wir auf in Richtung Syvde.Auf diesem kleinen liebevoll gestalteten Campingplatz sind wir immer wieder gern.In dieser eingewachsenen Hütte befindet sich die Küche für die Camper.Auf dem Weg nach Syvde entdecken wir diesen steinernen Lachs an einem Aussichtspunkt.Die Fähre von Årvika nach Koparnes verpassen wir knapp, aber am Fähranleger steht eine zur Bibliothek umfunktionierte Telefonzelle.Zur Überbrückung der Wartezeit findet sich hier genug Lesestoff. 😃In Syvde angekommen unternehmen wir noch eine kleine Abendtour auf dem Fjord.Kurz vor Sonnenuntergang erstrahlen die Berggipfel im Abendlicht.Die Kirche vor dem Blåfelden (842m)Leuchtend roter Abendhimmel über den BergenAuf unserem abendlichen Spaziergang durch den Ort werden wir von Seeschwalben attackiert. 😅Den Abendhimmel über dem Syvdefjord könnte man schöner nicht malen.
Über die Rundebrua fahren wir auf die Insel.Anke muss zwischendurch aussteigen, um drei Möwenküken von der Straße weg zu locken.Bei herrlichem Wetter starte ich im Hafen zur diesjährigen Inselumrundung.Die schroffe Südküste von Runde beherbergt viele Vogelkolonien.Anke spaziert währenddessen über die Insel und entdeckt im Runde Miljøsenter diese Lampen aus Seeigelschalen. Wir bleiben lieber dabei, nur leere Schalen zu sammeln.Abends wandern wir zu den Vogelfelsen.Die Straße nach Goksøyr führt durch einen spärlich beleuchteten Tunnel. Als Fußgänger fühlt es sich hier etwas unheimlich an.Aufstieg zu den Vogelfelsen mit Blick auf Goksøyr.Es geht ziemlich steil bergauf.Einzelne Felsen erstrahlen im Schein der Abendsonne …… bevor die Berge in Wolken verschwinden.An dieser Steilwand brüten die Basstölpel.Mit dem Fernglas sind sie gut zu beobachten.Zeit für eine kleine Stärkung.Traditionell gibt es Pfannkuchen mit Frischkäse und braunem Zucker. 😋Nach dem Essen wandern wir zu den Papageientauchern. Wir sind spät dran und die letzten Besucher kommen uns bereits entgegen.Die Wolken haben sich zum Glück wieder verzogen und wir können die possierlichen Vögel in Ruhe beobachten.Es ist mittlerweile 0:45 Uhr und wir sind die Einzigen hier.Die Lichtverhältnisse sind eine Herausforderung für die Handykamera. 😅Die Papageientaucher ziehen sich in ihre Höhlen zurück und wir machen uns auf den Heimweg.Am nächsten Tag ist für hiesige Verhältnisse ungewöhnlich ruhiges Wetter und wir beschließen, uns die Vogelfelsen von der Seeseite aus anzusehen.Wir starten von einem felsigen Strand mit Blick auf die Rundebrua.Bis zur Brücke haben wir ruhige See …… aber dahinter empfängt uns die Dünung des Atlantik.Als wir uns den Felsen nähern, kreisen über uns unzählige Basstölpel.Die Felsen fallen hier steil ins Meer ab.Dieser alte Ausflugskutter fährt mehrmals täglich hierher.Anke hatte es nicht leicht mit den Wellen und deren Reflexionen an der Felswand.Aber nun sind wir hier und die Wellen werden langsam weniger.Wir lassen uns treiben und beobachten die Basstölpel am Himmel …… und die Papageientaucher auf dem Wasser.Vor Anke’s grasgrünem Kajak scheinen sie deutlich weniger Scheu zu haben als vor meinem leuchtend Roten.Es ist sehr interessant, sie auf dem Wasser zu erleben.Inzwischen ist Ebbe und es finden sich nur noch wenige befahrbare Durchfahrten bis zum Strand.Die letzten Meter müssen wir die Boote tragen.Endlich wieder festen Boden unter den Füßen nach einigen Stunden auf dem Wasser ohne jegliche Anlandemöglichkeiten. Wir machen noch ein Picknick am Strand und freuen uns darüber, dass wir die Papageientaucher heute auf dem Wasser beobachten konnten – auch wenn sie nicht nach Sandaalen tauchten, sondern nur in der Sonne herum dümpelten. 😄
Auf einem Parkplatz entdecken wir diesen schicken Trabi aus Pirna. 😃Blick auf den Arasvikfjord von der E39Die Gjemnessundbrücke war mit 1257m bis 2013 die längste Hängebrücke in Norwegen. Der Gipfel des 751m hohen Mekknøken ist von einem Wolkenband umgeben.Wir machen einen Abstecher zur Atlantikstraße.Auf der Angelbrücke ist viel los und ständig wirft jemand seine Schnur über die der anderen Angler. Nach zwei abgerissenen Ködern breche ich mein Vorhaben ab und wir holen uns Räucherlachs aus dem nächsten Supermarkt. 🎣😅Unter der Brücke kann man den Möwen beim Brüten und Füttern der Jungvögel zusehen.Die kleinen flauschigen Küken sind so niedlich. 🥰Die Möwen beobachten die Angler, ob da nicht was zu holen ist. 🐟Ein Erinnerungsfoto von der AtlantikstraßeBlick auf den AtlantikDer Fährhafen von MoldeMolde liegt am Storfjord.Wolkenverhangene Berge hinter dem modernen Hotel Scandic SeiletMit der Fähre setzen wir nach Vestnes über.Ein letzter Blick von Vestnes auf den Storfjord, bevor der Nebel alle Berge verschluckt. Morgen sind sie laut Wetterprognose hoffentlich wieder da. 😉
Heute verlassen wir Sleneset und steuern unser nächstes Ziel an. Wir verbringen den ganzen Tag auf dem Kystriksveien.Der FV17 schlängelt sich an der Küste entlang und bietet viele tolle Aussichten.Fahrt über die Helgelandsbrua (1065m)Wir hatten das Glück, die Gipfel der sieben Schwestern auf Alsta in einem der wenigen Sonnenmomente des heutigen Tages zu sehen. Sie heißen (Norden nach Süden): Botnkrona (1072 m) Grytfoten (1019 m) Skjæringen (1037 m) Tvillingene (980 m und 945 m) Kvasstinden (1010 m) Breitinden (910 m) Die vielen Fährfahrten sind eine willkommene Abwechslung zum Autofahren.In der Ferne sind einige schneebedeckte Gipfel zu erkennen.Die Foldabrua (336m) geht auf der einen Seite direkt in einen Tunnel über.Wir rasten heute an einem hübschen kleinen See namens Øyvatnet und hoffen, dass vielleicht ein Elch vorbei kommt. 😉
Auf der Rückfahrt von Lovund nach Sleneset hatte unser Lundefugl mal richtig Platz auf der Fähre.Wir kommen gegen halb zwei in Sleneset an und brauchen noch schnell einen Fisch zum Mittagessen. Aufgrund der ständigen Strömung gibt es hier reichlich Fisch. An der Oberfläche jagen die Pollacks und am Grund stehen die Dorsche.Anke versucht wieder mal, ihre gefiederten Freunde vor die Kamera zu bekommen. Das Fiepsen der Austernfischer hört man hier den ganzen Tag.Kurz vor der Ebbe starten wir mit den Kajaks. Bei so einem Wetter macht das Paddeln hier viel mehr Spaß als vor zwei Tagen.Die meisten leeren Seeigelschalen finden wir heute auf dem trockengefallenen Tang.Alle Schalen sind unversehrt und viele haben noch Stacheln, weil sie auf dem Seetang weich gelegen haben. Wenn das so weiter geht, müssen wir bald anbauen. 😄
Für heute haben wir einen Ausflug zur Insel Lovund geplant.Auch wenn es uns bei diesem Wetter und so klarem Wasser etwas schwer fällt, Sleneset zu verlassen.Die Fahrt dauert ca. 50 Minuten.Gut vorbereitet auf das abendliche Fußballspiel Norwegen gegen England genießen wir erwartungsvoll die schöne Überfahrt.Ankunft auf LovundDie Spitze des Berges ist meist von einer Wolke umhüllt. Auf der Westseite der Insel ist uns die See zu bewegt, so dass wir lieber in Richtung Ortschaft paddeln.Hier ist es deutlich angenehmer und wir machen ein Picknick neben dem beliebten Emaus-Pub, wo wir uns heute Abend das Spiel anschauen werden.Der Weg vom Strand zum Wohnwagen ist etwas sumpfig. 😅Anke hat die vermutlich größte Seeigelschale ganz Norwegens geangelt. Für den Transport benötigen wir nun noch eine geeignete Verpackung, da alle unsere Dosen nicht groß genug sind. 😂Abendlicher Blick auf Lovund.Das Lovundfjell ist 623 Meter hoch.Trotz der Niederlage der norwegischen Mannschaft haben wir einen sehr unterhaltsamen Abend.Nachts um 1 Uhr am Hafen und es dauert nicht mehr lange bis zum Sonnenaufgang.Obwohl wir erst gegen 2 Uhr am Wohnwagen ankommen, entschließen wir uns, noch schnell auf den Vogelfelsen zu steigen. Die Papageientaucher sind auch jetzt noch zahlreich unterwegs.Von hier oben hat man einen tollen Blick auf die Insellandschaft.
Das Wetter zeigt sich heute nicht gerade von seiner besten Seite. Da es recht windig ist, gehe ich alleine paddeln.Ohne festes Ziel geht es gegen Wind und Strömung.Während meiner Paddeltour sichtet Anke, was die letzte Flut angeschwemmt hat. Viele Muscheln und Seeigelschalen, aber fast alle sind kaputt.Zwischen den Felsen wachsen hübsche Blumen, die den Tag nicht ganz so grau erscheinen lassen.Über die ruhig erscheinende Wasseroberfläche fegen immer wieder starke Windböen hinweg.Nach dem Ausflug kreuz und quer zwischen den Inselchen, bis hin zur Trolløya, erreiche ich wieder den Hafen von Sleneset.Mehrmals täglich saust das Hurtigbåt dicht an uns vorbei durch die schmale Einfahrt zum Fähranleger. Besonders beeindruckend ist es, wenn man das vom Kajak aus erlebt. 😅
Wir brechen zu einer Paddeltour zwischen den über 300 Solvær Inseln auf.Vorbei am Fähranleger von SlenesetEs ist Ebbe und wir sehen unzählige Seeigel und Seesterne.Eine große Feuerqualle hat sich im Seetang verfangen.Es ist beeindruckend, wie sich dieser Seestern während der Ebbe an der Felswand festklammert.Auch einige Seeigel befinden sich oberhalb der Wasserlinie. Der Tidenhub beträgt hier ca. 1,5m.Zeit für eine kleine Pause mit heißem Tee und KeksenAuch wenn wir schon die ein oder andere Seeigelschale zu Hause haben, mag man diese kleinen Schmuckstücke einfach nicht liegen lassen. Es macht uns so viel Spaß, sie zu entdecken und ganz vorsichtig aus dem seichten Wasser zu angeln. 🎣😅
Völlig unerwartet überrascht uns der Morgen mit Sonnenschein und wir beschließen, nach Sleneset zu reisen, um dort zu paddeln.Auf dem Weg zum Fährhafen Stokkvågen kommen wir an einer beliebten Angelstelle vorbei und versuchen unser Glück.Knapp zehn Minuten später haben wir zwei schöne Makrelen.Am Fährhafen Stokkvågen kann man diesen Stein hoch oben auf dem Berg liegen sehen. Wir fragten uns schon letztes Jahr, wie der da wohl hin gekommen ist und warum der nicht runter rollt.Angekommen am Fährhafen haben wir noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt.Genug Zeit, um den Fisch zu braten 😋Die Sonne scheint und es gibt unser Lieblingseis!Von der Fähre aus hat man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge.Wolken und Sonne wechseln sich ständig ab.Die schnellen Wetterwechsel sind typisch für die norwegische Küste.Angekommen im Sleneset Bobilparkering. Wir sind die einzigen Gäste und froh, nicht mehr mit Zelt unterwegs zu sein.Der Platz gehört zu einem Bootsverein und wir fühlen uns sehr wohl hier …… nur an die Außentoilette müssen wir uns noch gewöhnen. 😅Blick aus unserem FensterSo wie jedes Jahr um diese Zeit haben wir auch heute ein Geburtstagsständchen für Lasse aufgenommen. Gratulerer med dagen og alt godt, kjære Lasse! ❤️💐🥂